what’s that sound?
Dienstag, Mai 10th, 2005
Tallahassee war bisher mein Liebling von Herrn Darnielle. Jetzt ist es schwierig zu sagen. Aber, eh wurscht. Geile Platte.

Tallahassee war bisher mein Liebling von Herrn Darnielle. Jetzt ist es schwierig zu sagen. Aber, eh wurscht. Geile Platte.

Ja, ich freu’ mich schon.
Den Herrn Brody einmal live zu sehen. So alt bin ich schon, dass ich schon im Geschäft war, als er der Star war. Von mir, und sonst jedem auch. Inzwischen ist er Nostalgie.
Auf Berlin. Ich kleiner Provinz-Fudler in der großen Stadt und ich muss, nein darf sagen, dass Berlin mir die liebste der wenigen großen Städte ist, in denen ich bisher war.

Foto von vilhelm
Kumm oida, foa!
Scheiss da nix und tret eini.
Do voan, de Strossn is glatt wia a kindaoasch. Ka anziga sta und kane schloglecha.
Scheiss da nix, de kettn rechts und owe.
I was eh, wauns di do hiprackt und du bleibst liegn, is scheisse. Jo, i bin a fuasichtig wurdn. Familie, Kinder, de Hockn. Owa heit muass sei. Mia lossns richtig krochn. Nimm de finga vu da bremsn und loss renna. Es druckt da de perln aus de augn und du siagst fost nix mea. Du gspiast in Wind auf da Haut es stöt da de Wazln auf und du glaubst du fliagst. Es is des da Grund wiso ma uns auffequön. Damits daun owe geht. Na sicha. Und unt gemma in Gostgoatn auf a Hoiwe.
I lod di ei.

Schönes Kino.
Perfektes Handwerk.
Die Geschichte, wenn ich sie dir erzähle. Du wirst fragen, was daran toll sein soll. Das haben wir schon gesehen – “White trash, and she knew she always will be”. Girl aus der Gosse fightet sich rauf. Ja, natürlch. Aber unsentimental. Ohne Effekte. Mächtig viel Gedrücke auf die Tränendrüse. Aber mit Stil. Ja.
Und die Besetzung.
Eastwood. Ich mochte ihn auch in Dirty Harry. Jawoll.
Morgan Freeman. Zeig mir einen Fil in dem er nicht großartig war.
Hillary Swank. Oscars sagen meistens, schau dir den Film nicht an. Bei ihr stimmts mal nicht.
Kamera, ja. Musik. Ist mir nicht aufgefallen. War also gut.
Fazit: Tough ain’t enough?
eher: There is magic in fighting battles beyond endurance.

Wir fahren vom Flughafen auf der direkten Straße nach Tirana. Auf dieser zweispurigen Straße könne man nur in der Nacht fahren, sagt Belumb. Es ist nur ein schmaler Streifen in der Mitte befahrbar. Links und rechts davon sind die Schlaglöcher so tief, dass wir mit unserem VW-Bus wohl aufsitzen würden.
Plötzlich eine Vollbremsung. Als der Hund, der eben noch mitten auf der Straße schlief durch das Hupen verscheucht wurde, können wir unsere Fahrt fortsetzen. Wir erreichen die ersten Häuser von Tirana und die Straße wird besser, dafür gibt es auf dieser Einfahrtsstraße so gut wie keine Straßenbeleuchtung. Einmal sehen wir mitten auf der Straße ein verlassenes Polizeiauto mit rotierenden Blaulichtern.
Wir erreichen das Hotel Kruja. Erst nach minutenlangem Dauerhupen kann Belumb den Parkwächter dazu bringen, den Hof für uns zu öffnen. Wir checken ein und beziehen unsere Zimmer. Ich schlafe schlecht, natürlich.
Am nächsten Morgen werde ich um 7 Uhr durch den beginnenden Stadtlärm geweckt. Ich rufe zu Hause an – Empfang und Sprachqualität wie daheim. Frühstück: deutsche Butter, italienische Marmelade, österreichisches Kaffeobers nur das Brot ist aus Albanien und es schmeckt gut.