woran denkst du heute?
Montag, Juli 11th, 2005heute denke ich oft daran.
Und ich bin traurig.
heute denke ich oft daran.
Und ich bin traurig.
Schon seltsam.
Du steigst um 10.50 Uhr in Wien in ein Flugzeug, mit einem kleinen Kind, dem in seinem Heimatland niemand helfen kann, bleibst für zwei Stunden in diesem Flugzeug.
Du steigst knapp tausend Kilometer weiter im Süden aus diesem Flugzeug.
Das Mädchen wird schon sehnsüchtig von seiner Mutter erwartet.
Sie lädt dich in der Flughafenbar zu einem Getränk ein. Für sie bestimmt ein hoher Preis, du kannst nicht ablehnen.
Du besprichts dich kurz mit dem albanischen Mitarbeiter.
Du checkst ein zum Rückflug.
Schnell trinkst du im Wartebereich des Flughafens noch einen Espresso.
Ein altersschwacher Bus bringt dich zum Flugzeug, es ist dasselbe mit dem du gekommen bist, wirst von den selben Flugbegleiterinnen begrüßt wie vor drei Stunden.
Du warst genau 70 Minuten in einem Land, in dem das Durchschnittsgehalt so hoch ist wie deine monatliche Überstundenabrechnung. In dem die Kinder keine ausreichende medizinische Versorgung kriegen können.
Du fliegst über den Balkan mit John Darnielle im Ohr und dann Beck und du bist ein wenig verwirrt.
Ja!
Morgen.
Alisa und ich fahren morgen bald in der früh nach Wien, schmeissen uns um dreiviertl elf in den Flieger und fliegen heim zu Muttern.
Ich dreh’ am Mutter Theresa Flughafen Rinas/Tirana um und steig’ in den Flieger heimwärts. Mehr stressig als spannend, aber für ein paar Fotos und Eindrücke wird’s schon reichen. Und die Eltern werden sich freuen, wenn sie nach einem Monat ihre Kleine endlich wieder in Empfang nehmen können.