Archiv für November 2005

albanien again?

Mittwoch, November 9th, 2005

jo – donnerstag, 24. bis samstag, 26. november
elbasan, tirana

darf man renitente Schwarze in Österreich umbringen?

Mittwoch, November 9th, 2005

naja, viel passieren wird dir nicht.
It’s a shame, shame, shame
Acht Freisprüche! Zwei bedingte Verurteilungen!

Und es heißt wiedereinmal:
Es stand leider nicht in meiner Macht! Beamte handelten “nach Wissensstand”.
Scheisse, was braucht man für einen Wissensstand um zu erkennen ob’s jemandem schlecht geht bis er stirbt? -
“schulungskonform”
Shit!

achtung

Montag, November 7th, 2005

Nur für gefestigte Persönlichkeiten! Das hier.
Via Semmel

warum lebst du eigentlich am arsch der welt?

Donnerstag, November 3rd, 2005
  • wegen dem Lagerhaus. Dort kann man Melkfett kaufen oder Nivea-Creme. Sauger für Kälber und das Rattengift ist gleich neben den Katzenfutterdosen. Man kriegt Baustoffe und Küchenschürzen.
  • weil der Herr Seyrlehner, der uns ungefähr wöchentlich Eier bringt und Honig immer “pfiat die Herr Zochi” zu mir sagt
  • weil die Nachbarn vor uns wissen, wenn bei uns irgendwas nicht stimmt
  • weil der andere Nachbar uns für vollkommene Idioten hält aber trotzdem immer freundlich grüßt
  • weil ich keinen Wecker brauch’ es gibt ja Schafe
  • weil ich wenn ich bei der Tür raus fall schon auf der Hundespazierstrecke steh’
  • weil ich schon in der Stadt gewohnt habe, am schönsten Stadtplatz von Oberösterreich oder so
  • weils eh internet gibt und bei mir sogar mit dickem kabel
  • und ausserdem: wo anderes is a ned anders!

Was machst du in Serbien?

Donnerstag, November 3rd, 2005

Es gibt Blasmusik auch in Serbien. Wer die Filme von Emir Kusturica kennt, wird wissen von welcher Art Blasmusik ich spreche. Mit Blasmusik im mitteleuropäischen Sinn hat das, ausser der Instrumentierung rein gar nichts zu tun. Getragene oder schmissige Märsche hier, blanke Anarchie dort.

Wir (Boris, Michael, Christoph, Mathias, Christof) fahren an einem Abend im August 2004 von Steyr los. Nach endloser Fahrt sind wir um 2 Uhr nachts in Zagreb. Dort ins Hotel Opera. Schwineteuer, aber sonst ist keins zu finden. Am nächsten morgen bald Abfahrt. Frühstück irgendwo in Serbien an einer Raststation. Wir fahren auf der Autobahn durch das flache Land und man merkt wenig, dass wir “am Balkan” sind. Erst als wir nachmittags kurz vor Belgrad bei Sremska Mitrovica den Autoput verlassen gibts es Zeichen. Die Gegend wird gebirgiger und die Straßen schmäler und und schlechter. Wir halten in Sabac um was zu essen und setzen uns in ein Restaurant. Nachdem das Essen gekommen ist, Pleskavica und Cevapcici natürlich – es ist unser erster Tag in Serbien – parkt vor unserer Nase ein 7er BMW mit einem steyrer Kennzeichen ein. Wir sprechen den Fahrer an. Er arbeitet im BMW-Werk und ist auf Verwandtenbesuch. Ob’s uns gefällt will er wissen. Klar.
Wir fahren weiter und ich habe die Freude, den Transit über den Pass von Valjevo nach Cacak zu steuern. Abenteuerlich. Schmale, unübersichtlicher Straßen ohne Leitplanken an steilen Abhängen. Auf einer Seite geht’s immer hundert Meter runter. Dann bin ich fertig und lasse wieder jemand andren ans Steuer.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt kommen wir nach Guca. Wir sind ein bisschen enttäuscht, wir hätten uns mehr Rummel erwartet. Aber – das Fest hat noch gar nicht begonnen.
Wir ergattern einen Park- und Zeltplatz und stellen unsere Zelte auf. Dann gehts ab in den Ort von wo die ganze Zeit schon Blech-Klänge herüberwehen. Es handelt sich um das größte Ortsfest das uns jemals unter die Augen gekommen ist. Lange Reihen von Fress-, CD-, Billigschmuck-Ständen wechsel sich ab mit Ständen, an denen man Guca-Baseball-Kappen und T-Shirts mit dem Aufdruck “Mladic – Karadzic – National Heroes” kaufen kann – es ist ein Volksfest! Und natürlich gibts Bier. Bier gibts in großen Gebinden, zum Beispiel in Zwei-Liter-PET-Flaschen. Und es gibt Zelte mit Biertischen drinnen. Aus einigen dröhnt schon diese unbeschreibliche Musik.

Musiker in Guca, Serbien