albanien again?
Mittwoch, November 9th, 2005jo – donnerstag, 24. bis samstag, 26. november
elbasan, tirana
jo – donnerstag, 24. bis samstag, 26. november
elbasan, tirana
naja, viel passieren wird dir nicht.
It’s a shame, shame, shame
Acht Freisprüche! Zwei bedingte Verurteilungen!
Und es heißt wiedereinmal:
Es stand leider nicht in meiner Macht! Beamte handelten “nach Wissensstand”.
Scheisse, was braucht man für einen Wissensstand um zu erkennen ob’s jemandem schlecht geht bis er stirbt? -
“schulungskonform”
Shit!
Es gibt Blasmusik auch in Serbien. Wer die Filme von Emir Kusturica kennt, wird wissen von welcher Art Blasmusik ich spreche. Mit Blasmusik im mitteleuropäischen Sinn hat das, ausser der Instrumentierung rein gar nichts zu tun. Getragene oder schmissige Märsche hier, blanke Anarchie dort.
Wir (Boris, Michael, Christoph, Mathias, Christof) fahren an einem Abend im August 2004 von Steyr los. Nach endloser Fahrt sind wir um 2 Uhr nachts in Zagreb. Dort ins Hotel Opera. Schwineteuer, aber sonst ist keins zu finden. Am nächsten morgen bald Abfahrt. Frühstück irgendwo in Serbien an einer Raststation. Wir fahren auf der Autobahn durch das flache Land und man merkt wenig, dass wir “am Balkan” sind. Erst als wir nachmittags kurz vor Belgrad bei Sremska Mitrovica den Autoput verlassen gibts es Zeichen. Die Gegend wird gebirgiger und die Straßen schmäler und und schlechter. Wir halten in Sabac um was zu essen und setzen uns in ein Restaurant. Nachdem das Essen gekommen ist, Pleskavica und Cevapcici natürlich – es ist unser erster Tag in Serbien – parkt vor unserer Nase ein 7er BMW mit einem steyrer Kennzeichen ein. Wir sprechen den Fahrer an. Er arbeitet im BMW-Werk und ist auf Verwandtenbesuch. Ob’s uns gefällt will er wissen. Klar.
Wir fahren weiter und ich habe die Freude, den Transit über den Pass von Valjevo nach Cacak zu steuern. Abenteuerlich. Schmale, unübersichtlicher Straßen ohne Leitplanken an steilen Abhängen. Auf einer Seite geht’s immer hundert Meter runter. Dann bin ich fertig und lasse wieder jemand andren ans Steuer.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt kommen wir nach Guca. Wir sind ein bisschen enttäuscht, wir hätten uns mehr Rummel erwartet. Aber – das Fest hat noch gar nicht begonnen.
Wir ergattern einen Park- und Zeltplatz und stellen unsere Zelte auf. Dann gehts ab in den Ort von wo die ganze Zeit schon Blech-Klänge herüberwehen. Es handelt sich um das größte Ortsfest das uns jemals unter die Augen gekommen ist. Lange Reihen von Fress-, CD-, Billigschmuck-Ständen wechsel sich ab mit Ständen, an denen man Guca-Baseball-Kappen und T-Shirts mit dem Aufdruck “Mladic – Karadzic – National Heroes” kaufen kann – es ist ein Volksfest! Und natürlich gibts Bier. Bier gibts in großen Gebinden, zum Beispiel in Zwei-Liter-PET-Flaschen. Und es gibt Zelte mit Biertischen drinnen. Aus einigen dröhnt schon diese unbeschreibliche Musik.
