Archiv für Mai 2006
TypoBerlin Teil 3
Mittwoch, Mai 24th, 2006Freitag:
Nach dem Frühstück fahren wir (zeirweise von strömendem Regen aufgehalten) zu c/o berlin – Robert Adams, Yto Barrada, Phil Collins und Alec Soth waren nomminiert für den Deutsche Börse Photography Prize 2006 – Robert Adams hat ihn gewonnen. Ich mag seine Fotos sehr, hab sie zum Beispiel in München gesehen – aber gegen Alec Soth hat er doch ziemlich abgestunken. Lag warscheinlich auch an der Präsentation – Adams klein, schwarz-weiss (mir kamen die Bilder sehr flau ausgearbeitet vor) – Soth groß und farbig. Barrada mit farbkräftigen Bildern aus Nordafrika – nicht so meine Sache, Phil Collins habe ich noch nicht einmal gemocht, als er noch bei Genesis spielte (muhaha).
Dann weiter zu Monochrom – Fotografenporno, leider hatte ich grade nicht soviel Geld eingesteckt…
Und wieder zurück zur Auster:
eBoys
Die Typen sind lustig, ihre Sachen auch und ich find’s cool, dass die davon leben können. War spassig anzuschaun, aber gelernt hab ich bei ihnen wenig.
Johannes Erler & Co: PLAG’nPLAY
Seinen Vortrag im Vorjahr fanden wir sehr interessant, weil er einiges erzählte, was wir im Kleinen ähnlich sahen. Es ging diesmal um die Entstehung der Zeitschrift “Player”, eines Fußball-Magazins. Ich bin bekennender Fußball-Agnostiker und daher war sein Vortrag nicht ganz so faszinierend für mich, wie womöglich für Fans. Die Zeitung hat der Scheff später gekauft und wir fanden sie nicht wirklich aufregend, aber ich habe keinen Vergleich und wahrscheinlich ist sie schon Zielgruppengerecht. Das Konzept, das vorsieht, einem Fußball-Star 50 Seiten pro Heft zu widmen, finde ich aber cool.
Ellen Lupton – Verbrechen gegen die Typografie
Zuerst dachte ich – oh Gott, die sieht aus wie eine Amerikanerin – aber was dann kam war witzig und interessant. Ihre Flash-Games, die zeigten, welche Fehler typografisch gemacht werden. Ihre Beispiele von flaschen Spostrophen und Anführungszeichen war auch zum schreien.
Chip Kidd
Das Highlight der Typo. Leider hab ich ihn voriges Jahr nicht gehört. Ironisch und mit unnachahmlicher Mimik führte er durch seine Buchumschläge. Extrem witzig seine Schilderung über den Ablauf des Jobs für das Design der neuen Paul Simon-CD (”this guy is that tall”). Den Chip Kidd wünsch ich mir für nächstes Jahr wieder – entertaining und doch was gelernt.
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Und dann: ins Steakhaus (iss was g’scheits) und dann ins Hotel und in der Lobby: paarbier
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TypoBerlin Teil 3
Dienstag, Mai 23rd, 2006Die Arbeit hat mich wieder – weitere Updates folgen!
TypoBerlin Teil 2
Sonntag, Mai 21st, 2006Clemens Schedler – Brot und Spielchen
Er sprach in feinstem Future-Speak über Kunden, Geld und Wertschätzung. Über’s spüren und fühel. Übers lieben und zu sich stehen. Abseits der Floskeln war es sehr interessant zu hören, wie der Idealzustand sein könnte. Aus seiner Umfrage (Link zum PDF folgt da ist er) an 180 DesignerInnen geht hervor, dass eh alle das selbe wissen – ob sies tun ist die andere Frage. Was er sowohl am Donnerstag, als auch am Samstag über Kooperation und Zusammenarbeit sagt, war für mich was vom Wertvollsten dieser Typo. Im Sinne von kollektiver Qualitätssteigerung soll man Wissen und Connections teilen. Das entsprich meiner Auffassung von Web 2.0 und ist somit sehr aktuell.
Erik Spiekermann – Schrift spricht
Wir haben nur die letzten 15 Minuten seines Vortrages gesehen und er war viel besser auszuhalten, als in den vergangenen Jahren als Moderator. Um Klarheit zu haben: fachlich schätze ich Spiekermann und seine Arbeit sehr – persönlich ist mir seine Schulmeisterliche und überhebliche Art zuwider.
David Carson
Der Star hatte nichts zu sagen und das über sehr lange Zeit hinweg. Wir sind nach einer guten Stunde gegangen, als er ziemlich unreflektiert vom “generic graphic design” eines Hitler-Wahlplakates von 1933 schwärmte. Mir ist schon klar, dass er als Amerikaner viel unbelasteter an solche Themen herangeht, aber im Zusammenhang mit seinen zehn Jahre alten Dias, die völlig verstaubt waren und nur Motive aus seiner Raygun- und Beach Cutlure-Zeit zeigten, war es uns dann doch zu viel. Resüme: Stay at home.
weniger
Sonntag, Mai 21st, 2006In Berlin führen weniger Menschen auf der Straße Selbstgespräche als in Wien.
