TypoBerlin Teil 2

Clemens Schedler – Brot und Spielchen
Er sprach in feinstem Future-Speak über Kunden, Geld und Wertschätzung. Über’s spüren und fühel. Übers lieben und zu sich stehen. Abseits der Floskeln war es sehr interessant zu hören, wie der Idealzustand sein könnte. Aus seiner Umfrage (Link zum PDF folgt da ist er) an 180 DesignerInnen geht hervor, dass eh alle das selbe wissen – ob sies tun ist die andere Frage. Was er sowohl am Donnerstag, als auch am Samstag über Kooperation und Zusammenarbeit sagt, war für mich was vom Wertvollsten dieser Typo. Im Sinne von kollektiver Qualitätssteigerung soll man Wissen und Connections teilen. Das entsprich meiner Auffassung von Web 2.0 und ist somit sehr aktuell.

Erik Spiekermann – Schrift spricht
Wir haben nur die letzten 15 Minuten seines Vortrages gesehen und er war viel besser auszuhalten, als in den vergangenen Jahren als Moderator. Um Klarheit zu haben: fachlich schätze ich Spiekermann und seine Arbeit sehr – persönlich ist mir seine Schulmeisterliche und überhebliche Art zuwider.

David Carson
Der Star hatte nichts zu sagen und das über sehr lange Zeit hinweg. Wir sind nach einer guten Stunde gegangen, als er ziemlich unreflektiert vom “generic graphic design” eines Hitler-Wahlplakates von 1933 schwärmte. Mir ist schon klar, dass er als Amerikaner viel unbelasteter an solche Themen herangeht, aber im Zusammenhang mit seinen zehn Jahre alten Dias, die völlig verstaubt waren und nur Motive aus seiner Raygun- und Beach Cutlure-Zeit zeigten, war es uns dann doch zu viel. Resüme: Stay at home.

David Carson at TypoBerlin

Hotel-Lobby
paarbier:
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Strike back!