TypoBerlin Teil 3
Freitag:
Nach dem Frühstück fahren wir (zeirweise von strömendem Regen aufgehalten) zu c/o berlin – Robert Adams, Yto Barrada, Phil Collins und Alec Soth waren nomminiert für den Deutsche Börse Photography Prize 2006 – Robert Adams hat ihn gewonnen. Ich mag seine Fotos sehr, hab sie zum Beispiel in München gesehen – aber gegen Alec Soth hat er doch ziemlich abgestunken. Lag warscheinlich auch an der Präsentation – Adams klein, schwarz-weiss (mir kamen die Bilder sehr flau ausgearbeitet vor) – Soth groß und farbig. Barrada mit farbkräftigen Bildern aus Nordafrika – nicht so meine Sache, Phil Collins habe ich noch nicht einmal gemocht, als er noch bei Genesis spielte (muhaha).
Dann weiter zu Monochrom – Fotografenporno, leider hatte ich grade nicht soviel Geld eingesteckt…
Und wieder zurück zur Auster:
eBoys
Die Typen sind lustig, ihre Sachen auch und ich find’s cool, dass die davon leben können. War spassig anzuschaun, aber gelernt hab ich bei ihnen wenig.
Johannes Erler & Co: PLAG’nPLAY
Seinen Vortrag im Vorjahr fanden wir sehr interessant, weil er einiges erzählte, was wir im Kleinen ähnlich sahen. Es ging diesmal um die Entstehung der Zeitschrift “Player”, eines Fußball-Magazins. Ich bin bekennender Fußball-Agnostiker und daher war sein Vortrag nicht ganz so faszinierend für mich, wie womöglich für Fans. Die Zeitung hat der Scheff später gekauft und wir fanden sie nicht wirklich aufregend, aber ich habe keinen Vergleich und wahrscheinlich ist sie schon Zielgruppengerecht. Das Konzept, das vorsieht, einem Fußball-Star 50 Seiten pro Heft zu widmen, finde ich aber cool.
Ellen Lupton – Verbrechen gegen die Typografie
Zuerst dachte ich – oh Gott, die sieht aus wie eine Amerikanerin – aber was dann kam war witzig und interessant. Ihre Flash-Games, die zeigten, welche Fehler typografisch gemacht werden. Ihre Beispiele von flaschen Spostrophen und Anführungszeichen war auch zum schreien.
Chip Kidd
Das Highlight der Typo. Leider hab ich ihn voriges Jahr nicht gehört. Ironisch und mit unnachahmlicher Mimik führte er durch seine Buchumschläge. Extrem witzig seine Schilderung über den Ablauf des Jobs für das Design der neuen Paul Simon-CD (“this guy is that tall”). Den Chip Kidd wünsch ich mir für nächstes Jahr wieder – entertaining und doch was gelernt.
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Und dann: ins Steakhaus (iss was g’scheits) und dann ins Hotel und in der Lobby: paarbier
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