pflicht?

was soll ich davon halten?

ich finde die verpflichtende einführung von einem kindergartenjahr eine äusserst gute idee. erstens kann man kinder nicht früh genug sozialisieren. gerade einzelkinder gehören bald für eine kurze zeit weg von ihren eltern. in einer sicheren umgebung geht das wohl am besten. mein sohn hat einen entwicklungssprung gemacht als er mit vier in den kindergarten gekommen ist. er war einem katholischen (oh my dear) kindergarten auf dem land. und dort hat er gelernt, dass sich nicht alles nach ihm richtet. dass es arschlöcher gibt und unangenehmes, das man tun muss, obwohl man eigentlich nicht will. dass man es aushalten kann, ein paar stunden ohne mami oder papi. kindheit klauen my ass. wodurch zeichnet sich denn kindheit aus? durch ferngehaltet sein von allem unangenehmen?

als die övp damals verlangt hat, dass alle, die die österreichische staatsbürgerschaft wollen, einen deutschkurs machen müssen, habe sich mir reflexartig alle haare aufgestellt. aber nachdem ich meine reflexe beruhigt habe und drüber nachgedacht habe finde ich die idee gut.

wann lernen kinder noch mal am leichtesten? im kindergartenalter? naja, dann…

und wenn alle müssen, vielleicht führt das dann auch einmal dazu, drüber nachzudenken, welchen stellenwert wir denen zugestehen, denen wir unsere kleinsten kinder anvertrauen. sollen das die sein, denen nach der matura “nichts anderes eingefallen” ist (zitat aus einem bewerbungsgespräch für die aufnahmen an einer bakip) oder wollen wir menschen, die das wirklich wollen, weil sie es als eine wichtige aufgabe sehen, so wie es die gesellschaft als ganzes tun sollte.

Strike back!